Verfasst von: Phil | 22. Februar 2010

Die Sehenswürdigkeit von Sehenswürdigkeiten

Reiseführer: Ja oder Nein?

Reiseführer: Ja oder Nein?

Dadurch, da ich seit einiger Zeit auf meinen Reisen immer versuche moeglichst viel zum Klettern zu kommen ist mir letztens aufgefallen, dass ich ein wenig anders reise, als ich dass noch in meinen ersten Reisen gemacht habe. Da ich meisten an den Orten, an denen ich bin viel Zeit mit Klettern verbringe, bleibt natuerlich weniger Zeit, um mir die Stadt anzuschauen. In meinen ersten Reisen war der Reisefuehrer stehts mein engster Begleiter. Wenn ich in eine Stadt kam, dann schaute ich mir meist auf jeden Fall die Dinge an, die dort beschrieben wurden. Heute beschraenken sich meine Besichtigungen meist auf die wichtigsten Sachen und den Rest meiner Zeit verbringe ich mit den Leuten beim Klettern. Anders dabei ist auf jeden Fall, dass ich viel viel mehr mit den Einheimischen zu tun habe und viele Orte sehe, die ich so nie gesehen haette. Gerade fuer mein Spanisch war das bei meiner bisherigen Sue-Amerika-Reise ein grosser Vorteil. Wie siehts nun aus? Sollte man lieber mit Reisefuehrer reisen oder ohne? Wenn ja, mit welchem und wenn nein, wie sollte man seine Zeit sonst gestalten, wenn man nicht gerade klettert? Hier ein paar meine Gedanken dazu.

Reisen mit Reisführer:

der übliche "Touri-Kram"

der übliche "Touri-Kram"

Wie schon beschrieben sahen meine ersten Reise meist so aus, dass ich im Reiseführer nachlass, wohin es denn gehen sollte und danach meine Pläne aurichtete. Natuerlich trifft man immer Leute, die einen den ein oder anderen Tip geben, der eventuell nicht im Führer steht. Aber meist, sind es doch immer die selben Sachen, die Reisende so machen und so bekommt man meist eher Tips, ob sich etwas lohnt oder nicht, oder wie man es am billigsten anstellen kann. Diese Art von Reisen, wuerde ich vor allem Anfaengern empfehlen, die sich ein wenig unsicher fuehlen. Ausserdem lernt man ob man es glaubt oder nicht auch viel ueber die Geschichte des Landes und der Ort in denen man sich befindet, liesst man das Ding auch. Wenn also ein Reisefuehrer mitgenommen wird, dann auch bitte darin lesen :) Man trifft auf Reisen immer wieder Reisende, die Reisefuehrer verabscheuen, „da dort der ganze Touri-Kram drinnsteht und man dann einer von vielen ist, die sich an den beschriebenen Orten tummeln“. Diese moechtegern alternativen Reisenden, haben meist selbst einen Fuehrer dabei und ich kann diese Floskeln mitlerweile nicht mehr hoeren. Beruehmte Sehenswuerdigkeiten, sind meist nicht zufaellig beruehmte Sehenswuerdigkeiten, sondern es sind meist imposante und beeindruckende Orte. Das das natuerlich viele Leute sehen wollen, daran kann man einfach nichts aendern und letztendlich zeahlt doch, dass man selber auch diesen beeindruckenden Ort fuer sich gesehen hat! Davon mal abgesehen bleibt man als Auslaender auch Tourist und daran kann man auch nichts aendern, wenn man nicht zu der Sehenswuerdigkeit pilgert.

Über Reiseführer:

Wenn also die Entscheidung fuer einen Reisefuehrer gefallen ist, stellt sich die Frage: welchen kaufen? Ich moechte jetzt hier keine Marken-Empfehlungen geben, sondern eher darauf hinweisen auf was zu achten ist. Es kommt naemlich schonmal nicht auf die Marke an. Auch wenn es unter Reisenden im Durchschnitt meist einen bestimmten Favorit gibt, so finde ich  persoenlich diesen nicht besser als andere Fuehrer konkurierender Marken. Natuerlich kommt der Ruf aber auch nicht von ungefaehr, denn schlecht ist er auf alle Faelle nicht. Vielmehr sollte man sich vorher mal ein einen Buchladen setzten und verschiedene Fuehrer durchblaettern. Die Entscheidung sollte dann auf den Fallen, mit dem man sich am wohlsten fuehlt und der am uebersichtlichsten ist. Geheimtipps stehen eigentlich nie in Reisefuehrern. Groesstenteils steht immer das selbe drinn :) Das wichtigste Kriterium fuer mich sind vielleicht die Karten. Fuehr mich ist es wichtig, dass die Karten der Staetde uebersichtlich gestaltet sind und man sich moeglichst schnell darin zurecht findet.

Reisen ohne Reiseführer:

Freunde durch Klettern

Freunde durch Klettern

Seit ich angefangen habe zu klettern, suche ich auf meinen Reisen immer so oft es gehtMoeglichkeiten, um mein Hobby zu betreiben. Dadurch habe ich eine ein bisschen andere Art des Reisens entwickelt. Wenn ich irgendwo ankomme, kuemmer ich mich meist direkt darum, nach Leuten zu suchen, die klettern. Die Sehenswuerdigkeiten des Ortes lasse ich nun auch nicht ungesehen, beschraenke mich aber meist auf die wesentlichen Sachen. So sehen ich vielleicht nicht immer alle beruehmten Ort, ich erlebe aber fuer meinen Augen ein paar wichtigere Erfahrungen. Denn meist sind die Kletterer, auf die ich treffe keine Reisenden, sondern Einheimische. Somit habe ich viel mehr Kontakt zu Einheimischen, als ich das vorher hatte. Darueber hinaus ist der Kontakt gepraegt von einer gemeinsamen Leidenschaft und man spuehrt so weniger das Touristen-Einheimischen-Verhaeltnis. Weiterhin ist es eine unglaublich effektive Art und Weise eine Sprache zu lernen musste ich feststellen. Man redet naemlich meist ueber ein Thema, zu dem man auch richtig Lust hat zu reden :) Auch besucht man meist Orte, an die man mit einem Reiseführer wohl weniger kommen wird. Ich bilde mir zumindest ein, dass ich durch diese Art und Weise das Land ein ganzes Stueck besser kennenlerne, als ich das vorher getan habe. Gemeinsame Essen, zu Gast sein in einheimischen Familien und den Umgang der Einheimischen untereinander mitzubekommen ist, denke ich, einiges an Erfahrung wert. Nur was machen, wenn man nicht klettert? Da gibt es viele Moeglichkeiten. Man kann unterwegs arbeiten oder einfach mal in laendlichere Gegenden Fahren. Weg vin der Stadt und sich sofern es moeglich ist mit den Menschen dort unterhaelt. Auch mit Haenden und Fuessen kann man einiges interessantes erfahren. Daneben haben viele von euch denke ich eine Leidenschaft oder ein Hobby. Solche Sachen sind perfekt, um Kontakt mit Leuten in den bereisten Laendern zu bekommen, die ebenfalls diese Leidenschaft teilen. Ich haette auch nie gedacht wie einfach es ist, aber es ist meist ziemlich einfach Gleichgesinnte zu finden! Ich habe schon Volleballer, Fussballer, Schachspieler, etc. getroffen, die ebenfalls so wie ich unterwegs waren. Ich finde es eine unglaublich interessante Alternative, die ich jetzt auf keinen Fall mehr missen will.

Fazit:

Privatstunde in Meditation

Privatstunde in Meditation

Ich selbst reise immer noch mit Reiseführer. Ich mag es, wenn ich einen grobenUeberblick ueber die Geschichte des Landes bekommen kann und auch Fakten ueber die Orte lesen kann, an denen ich mich aufhalte. Ergaenzt werden diese Informationen aber immer mit den Sachen, die mir die Einheimischen erzaehlen. Des Weiteren ist finde ich im Reiseführer immer ungefaehre Informationen ueber Preise und Reisezeiten fuer den weiteren Transport. Wie auch schon oben erwaehnt haben fuer mich ausserdem die Karten des Fuehrers grosse Wichtigkeit. Sie helfen mit immer mich ungefaehr in der Stadt zurecht zu finden und ersparen mir stundenlanges rumfragen. Insofern finde ich, ist ein Reiseführer eine tolle Ergaenzung, der sehr nuetzlich sein kann. Trotzdem wuerde ich jedem mal empfehlen die Sachen des oberen Abschnitts auszuprobieren :) Es lohnt sich.

Noch eine Bitte: Die Artikel, die wir hier schreiben sind natuerlich nicht ganz neutral, sondern spiegeln oft unsere Meinung wieder. Das ganze bekommt allerdings dann eine groesseren Grad an Neutralitaet, wenn ihr fleissig kommentiert und uns eurer Meinung mitteilt :)

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Responses

  1. ich besitze eine ganze sammlung von reiseführern, reise jedoch meistens ohne. ich lese gerne vor der reise und noch lieber hinterher.
    aber erstens sind mir reiseführer meistens zu schwer, zweitens trifft man an den „geheimtipps“ doch nur wieder andere touristen.
    an kleinen orten frage ich die einheimischen wo man übernachten oder essen kann. an großen orten trifft man sowieso viele leute mit reiseführern, bei denen man dann nachlesen kann, wo man schläft oder isst.

  2. ich bevorzuge auch mit einem reiseführer zu reisen. davon kann man echt vieles über ein land bzw. eine stadt erfahren.

  3. mir ist noch eingefallen, dass Musik auch eine super Sache ist, um mit anderen in Kontakt zu gelangen. Sei es gemeinsame Vorlieben oder gemeinsames musizieren :)


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