Verfasst von: Phil | 3. Februar 2010

billig Reisen

30 Mandarinen fuer 1 Dollar

30 Mandarinen fuer 1 Dollar

Vor ein paar Wochen dachte ich noch, Geld sei ein entscheidender und limitierender Faktor beim Reisen. Als ich dann allerings sah, dass 15 Kolumbianer komplett ohne Geld mit dem Fahrrad durch Sueamerika reisten, musste ich einsehen, dass Geld eigentlich gar keine Rolle spielt. Natuerlich moechte nicht jeder so reisen, aber ich finde man „lernt“  fuer sich persoenlich umso mehr, mit je weniger Geld man unterwegs ist. Da ich mal davon ausgehe, dass man meistens nicht ganz ohne Geld unterwegs ist, moechte ich in diesem Artikel mal meine Tips geben, wie man jedoch moeglichst viel davon sparen kann. Bei jeglichen Sparmassnahmen waehrend einer Reise ist es mir jedoch immer sehr wichtig, dass man dabei nicht als Schmarotzer aussieht und die Sparsamkeit nicht auf die Spitze treibt.

Wie schon gesagt, ist es mir beim Reisen immer sehr wichtig, dass mein Verhalten in keinster Weise unverschaemt rueber kommt. Im Folgenden moechte ich nun meine bisher erprobten Sparmassnahmen erlaeutern.

Vor der Reise:

Einiges an Geld kann man bereits mit der richtigen Reisevorbereitung sparen. Immer wieder treffe ich beim Reisen Leute, die mit Abhebekosten zu kaempfen haben. Nicht nur, dass das Geld kostet, es hat zusaetzlich den Nachteil, dass man meist viel Geld auf einmal abheben muss, was nicht unbedingt ein angenehmen Gefuehl ist. Hier haben wir bereits in einem frueheren Artikel auf Moeglichkeiten hingewiesen, Banken zu finden, bei denen Abhebegebuehren der Vergangenheit angehoeren. Die naechste Massnahme vor der Reise ist sich einen internationalen Studentenausweis zu beschaffen. Natuerlich ist das nur moeglich, wenn man tatsaechlich Student ist. Wie auch bei uns zu Hause gibt es oft reduzierte Preise mit der Plastikkarte. Hat man keinen internationalen Studentenausweis vorzuzeigen, muss man damit rechnen, dass der normale Ausweis nicht anerkannt wird. Letztendlich hat auch die Massnahme wenig Gepaeck mitzunehmen manchmal einen Einfluss auf die Ausgaben. Hat man wenig dabei, kann man auch ruhig mal einen Tag lang sein Gepaeck mit sich rumtragen und muss nichts fuer eventuelle Aufbewahrungen zahlen.

Transport:

oeffentliche Verkehrsmittel sind ein Spass

oeffentliche Verkehrsmittel sind ein Spass

Fuer mich gilt immer, dass, wenn es nur irgendwie geht, ich immer Nachts reise. Es hat nicht nur den Grund, dass man keinen Tag vergeudet, man spart sich auch einfach eine Uebernachtung. Die Busfahrt kann man also im Prinzip auch als Hostel-Uebernachtung zaehlen lassen. Weiter gilt, dass man Feiertage zum Reisen meiden sollte, will man moeglichst billig vom Fleck kommen. An Feiertagen sind Bus-, Bahn- und sonstige Reisen meist viel teurer, weil logischerweise die Nachfrage hoeher ist. Die Leute wollen nun mal zu ihren Familien.

Obwohl Taxis oft im Ausland viel billiger als in Deutschland sind, verstehe ich oft nicht, warum Reisende nicht mehr mit oeffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Sie sind um einiges billiger und zusaetzlich lernt man einiges dabei, weil man meist einen Haufen Leute fragen muss, bis man dahin kommt wohin man will. Weiterhin versuche ich oft auch wenn moeglich zu laufen. So lernt man die Stadt oft viel besser kennen und Zeit hat man meist auch ohne Ende.

Eine weitere Art des Transportes ist natuerlich dann noch per Anhalter fahren. Ich hab jetzt schon sehr oft Leute getroffen, die so weite Strecken ueberwinden. Immer wurde mir hier der Eindruck vermittelt, dass Trampen auch ein viel schlechteres Image hat, als es das verdient haette. In der Stadt habe ich es schon oft gemacht und hatte auch nie negative Erfahrung. Stichwort hierbei ist wie immer der gesunde Menschenverstand. Nebenbei lernt man immer super viele, unterschiedliche und interessante Menschen kennen.

Alltag:

Nachtlager auf dem Fussboden

Nachtlager auf dem Fussboden

Unter dieser Ueberschrift moechte ich Sparmassnahmen zu Themen wie Schlafen, Essen und sonstigen Dingen nennen, die einem jeden Tag ueber den Weg laufen. Oftmals wird dabei vieles billiger, wenn man sich mit Anderen zusammenschliesst. Sei es ein Zimmer zu teilen, zusammen zu kochen oder andere Dinge zusammen zu unternehmen. Beim Thema Schlafen laesst sich natuerlich immer viel Geld mit der Nutzung von Services wie zum beispielsweise Couchsurfing sparen. Ich moechte aber an dieser Stelle unbedingt darauf hinweisen, dass das meiner Meinung nach nicht der eigentliche Sinn dieser Dienstleistungen ist. Letztendlich ist fuer mich das Zelt (oder eher der Biwaksack) eine wunderbare Alternative geworden, die Nacht rumzubringen. Nebenbei sind Naechte unter freiem Himmel fuer mich tausend Mal schoener als in einem Hostel zu schlafen. Eine weitere Alternative, die mir schon oft mittlerweile ueber den Weg gelaufen ist, sind christliche Missionen und Kirchen, die oftmals fuer eins, zwei Naechte ein Schlafplatz zur Verfuegung stellen.

Was die Ernaehrung betrifft, so bin ich persoenlich ein echter Fan von Strassen-Essen. Mittlerweile mache ich eigentlich hauptsaechlich wegen den lustigen und intressanten Unterhaltungen und den verschiedenen Sachen, die man dabei probieren kann, davon Gebrauch. Wer dabei Angst vor dreckigem oder verdorbenen Essen dabei hat, der traut seinem Magen nichts zu! Es gibt doch nichts Besseres als sich bei einem Saft am Markt ueber den neuesten Klatsch zu informieren. Natuerlich ist selbst zu kochen auch immer eine gute Alternative. Darueber hinaus macht es mit anderen Leuten auch noch eine Menge Spass.

Strassen-Imbiss

Strassen-Imbiss

Weiterhin spart man meist am meisten Geld, wenn man seinen Aufenthalt in extremen Touristengegenden meidet. Jeder kann sich wahrscheinlich vorstellen, warum es dort teurer ist. Das Gleiche gilt fuer organisierte Touren. Ich versuche immer erst alleine oder mit anderen Freunden oder Reisenden eine Tour zu machen und bin dabei in der Regel auch erfolgreich. Nicht nur, dass es in den aller meisten Faellen auch guenstiger ist, das Erlebnis die Tour mit Leuten gemacht zu haben, zu denen man wenigstenes einen kleinen persoenlichen Bezug hat, ist viel mehr Wert. Ausserdem sollte man sich generell von solchen Leuten fernhalten, die einen am Bus-Terminal oder Flughafen abfangen und einem super billige Hostels anbieten. Selber suchen ist in der Regel um einiges billiger. Wenn ich irgendwo ankomme, laufe ich meist mal 20 Minuten in eine Richtung, um von diesen Jungs loszukommen.

Allgemein:

Anders als in Europa ist es meist angebracht bzw. wird sogar erwartet zu handeln. Darueber hinaus ist es auch oft spassig. Jedoch gilt auch hier, nicht um jeden Cent zu handeln und ab und zu ist es auch einfach nicht angebracht einen Preis noch weiter zu druecken. Als Letztes kann ich noch sagen, dass mir es generell immer viel hilft, wenn ich mich mit Einheimischen unterhalte. Die Einheimischen werden naemlich in der Regel meist den billligsten Weg oder Ort fuer etwas kennen.

Fazit:

Ich mache sehr sehr haeufig Gebrauch von den geschilderten Massnahmen und kann auch nicht sagen, dass ich das Geld aus den Augen lassen wuerde. Trotzdem darf einem die Sparsamkeit auf keinen Fall den Spass verderben! Neben der eigenen Zufriedenheit ist es mir sehr wichtig hier zu erwaehnen, dass man sein Verhalten immer auch in Bezug auf die beteiligten Menschen beobachten soll! Man sollte mit seiner Sparsamkeit nicht unverschaemt anderen gegenueber werden. Oftmals habe ich es erlebt, dass die Sparsamkeit Anderer auf mich sehr Schmarotzermaessig rueberkam. Also Fingerspitzengefuehl ist hier gefragt und ab und zu mal seine Interessen zurueckstecken!

Wie siehts bei euch aus? Was macht ihr, um den Geldbeutel ein wenig zu schonen?

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Responses

  1. Hey Phil, wo kann man den sehen wo du gerade bist?hast du irgendeine andere seite noch? bin verdammt neidisch. sitze hier im scheiss deutschland und darf für klausuren lernen..

  2. Hey Felix,
    mein Blog ueber meine Reise ist http://www.philinsouthamerica.de.vu
    Liebe Gruesse
    Phil


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