Verfasst von: Nicolas | 26. November 2009

Gefahren und warum Angst uns nicht vom Reisen abhalten sollte

Hallo Jungs & Mädels,

Achtung! Oder so ähnlich

nachdem mir in Bangladesch ein kleines Mädchen von der Strasse ungeschickterweise Weise Ihre Hand in meinen Mund gesteckt hatte, hat es nicht lange gedauert und ich hatte eine richtige Magenverstimmung, die sich bald in Fieber ausweitete. Das war eines dieser Momente, in denen ich mir wünscht zuhause bei Mama zu sein und zu wissen, dass ein gutes Krankenhaus mit sterilen Instrumenten gleich um die Ecke ist. Einige Tage, viele Stunden Schlaf, und bengalische (inoffizielle) Medikamente später ging es mir wieder einigermaßen gut. Und als auch mein Verstand wieder beisammen war, ging es mir durch den Kopf: „Das hätte auch anders ausgehen können“. Ehrlich gesagt hatte ich auch Angst: Eine ernsthafte Krankheit, viele Flugstunden entfernt von Familie, Freunden, und westlicher medizinischer Versorgung kann vermeintlich einfach Situation ziemlich eskalieren lassen.

Keine Zweifel gibt es Gefahren, die unterwegs bedeutender sein können. Einfach schon deshalb weil man sich in ungewohnten Umgebungen befinden. Die gewohnten Sicherheitsnetze in der Heimat erschaffen einen falsche Wahrnehmung für Sicherheit. Auf der Reise werden wir aus dieser Wahrnehmung gerissen. Wir sprechen nicht die örtliche Sprache, sind nicht mit Prozessen und Standards vertraut – Was auf der einen Seite aufregend ist, kann auch gefährlich sein.

Allerdings ist es wichtig sich daran zu erinnern, dass obwohl beim Reisen unendliche viele Dinge schief gehen können, ist die Gefahr zuhause nicht viel geringer. Leute die unnötiges Risiko eingehen, leben mit einer größeren Gefahr verletzt zu werden. Aber auch die, die super vorsichtig sind, können sich verletzen oder in andere ungünstige Situationen kommen – zuhause wie unterwegs. Lasst euch deshalb nicht zu, dass mögliche Gefahren euch lähmen. Denn selbst, wenn wir es nicht wagen und ständig auf Nummer Sicher gehen, haben wir nie unsere Umgebung komplett kontrollieren. Angst sollte uns nicht davon abhalten unsere Komfortzone zu verlassen und uns selber herauszufordern. Schließlich sind viele Erfahrungen es einfach Wert ein Risiko einzugehen.

Der Schlüssel ist es die Sache einfach vorbereitet anzugehen und sich trotzdem einzugestehen nicht alles unter Kontrolle zu haben. Im folgenden möchte ich euch zwei Gefahren vorstellen, über die man sich klar sein sollte und mit entsprechenden Vorbereitungen reagieren kann:

Krankheiten und Verletzungen

Genauso wie mir in Bangladesch kann es unterwegs immer zu der einen oder anderen Krankheit kommen. Wie ihr im Artikel über Reise-Vorbereitungen lesen konntet, ist mit man einer Auslandskrankenversicherung schon auf der sicheren Seite. Zusammen mit einer Haftpflichtversicherung die auch im Ausland gilt, hat man das Feld Versicherungen schon mehr als abgedeckt. Reise-Rücktritts-Versicherungen halte ich persönlich für ziemlich überflüssig.

Nach 4 Tagen Amazonas. Trotz Netz und Kleidung

Impfungen schützen vor den schlimmsten lokalen Krankheiten. Ergänzend dazu kann ich eine kleine Reiseapotheke nur empfehlen, um mit Verbandszeug und Aspirin auch gegen kleine Unfälle und lange Nächte vorbereitet zu sein. Auch gibt es Medikamente, die eigentlich an der Grenze zum Impfschutz zu finden sind, wie zum Beispiel Malarone als therapeutisches Arzneimittel gegen Malaria. Diese Chemie-Bombe kann einem zwar die Chemophrophylaxer ersparen, aber ich habe noch von niemanden gehört, der sich nicht extrem schlecht gefühlt hat, nach einer Einnahme.

Gewalt und Verbrechen

Dieser Punkt wird meiner Meinung nach meistens Überbewertet. Klar gibt es Ort auf dieser Welt wo es rauer zur Sache geht, aber wie wir schon im 1. Artikel erwähnt haben,  bewart einem der normale Menschenverstand vor den meisten gefährlichen Situationen. Alles weitere sind häufig nur Vorurteile und Grusel-Geschichten von entfernten Bekannten.

Im letzen Artikel hatten wir euch ja schon über Kolumbien und dessen Bild in Europa beschäftigt. Neulich bin ich noch auf folgende Seite gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Diese Liste von Nicht-so-gefährlichen-Orten (Achtung: Schlechte Übersetzung) stellt 10 Länder vor, die international einen sehr schlechten Ruf haben, sich heutzutage aber in ganz anderem Licht präsentieren und deshalb erst recht einen Besuch wert sind. Übrigens waren wir mit Kolumbien, Laos, Bangladesch und Cuba schon in vier dieser Top-10 Liste.

Als Abschluss möchte ich euch noch folgendes englisch-sprachiges Video vorstellen. Hierbei erzählt unser Idol Tim Ferriss über ein Erlebnis in China mit örtlichen organisierten Trick-Betrügern. Überlegenswert finde ich den Gedanken das Erfahrene als solches abzuhacken: Eine Erfahrung! Daraus kann man nichts auf örtliche Menschen schließen oder Benimm-Regeln fürs Ausland. Das kann jedem passieren, auch in ähnlicher Form zu Hause. Aber letztenendes ist es doch eine gute Geschichte, die man auf jeder Party erzählen kann und über die man doch beneidet wird. Film ab!

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Responses

  1. Ritzy, das ist aber hoffentlich nicht deine Schulter, oder?…


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